Hightech in der Pflege aus Teenagersicht

Schülerinnen des Edith-Stein-Gymnasiums München über das KWA Symposium 2015

alternovum 1/2015

München, 14.03.2015.

sh


In der gymnasialen Oberstufe in Bayern sollen Projekt-Seminare die Schüler bei ihrer Studien- und Berufswahl unterstützen. Diese Projekte werden mit außerschulischen Partnern umgesetzt. Zur Vorbereitung eines entsprechenden Projekts haben Schülerinnen der Klasse 10e des Edith-Stein-Gymnasiums München zusammen mit ihrer Lehrerin Rita Heinemann und Schulleiter Manfred Zimmermann das KWA Symposium 2015 besucht. Was für Eindrücke die Schülerinnen gewonnen haben?

„Ich habe nicht nur gelernt, dass Technik  im Alter noch mal ein wichtiges Thema für mich sein wird, sondern auch, dass mit Technik nicht nur Handys, Fernseher und Laptop gemeint sind", sagt Luisa Stefan. Sie fand die Fachsprache der Referenten zum Teil schwierig und verwirrend, deshalb auch anstrengend. Trotzdem empfiehlt sie, ruhig auch als Schüler ein Symposium zu besuchen. Die Mittagspause fand sie gut, weil es da Gelegenheit gab, sich über die Vorträge auszutauschen. – Nebenbei hat Luisa auch versucht, sich von den Profis etwas fürs freie Vortragen von Referaten abzuschauen.

Alicia Maier hielt alle Vorträge für interessant, einige seien jedoch besser für ihr Alter geeignet gewesen als andere. Dass die Zahl der Menschen in Bayern, die über 100 Jahre alt sind, in den vergangenen 10 Jahren von etwa 1300 auf 2600, also auf das Doppelte, angestiegen ist, hat sie überrascht. Ebenso, dass die Zahl der Menschen in Deutschland, die an Demenz leiden, bei 1,3 Millionen liegt. Die Schülerin reflektiert: „Deshalb wird erforscht, wie man älteren Menschen durch Technik eine sichere Umgebung bieten kann. Dabei wird auf Dinge wie Selbstständigkeitserhalt und Lebensqualitätsgewinn geachtet. Technik soll zum einen Sicherheitsgewinn bringen, zum anderen auch eine Pflegeerleichterung. Die Pflegefachkräfte sollen dabei nicht ersetzt werden, sondern entlastet. Technik wirft aber auch viele Fragen auf. Eine davon ist zum Beispiel, ob Technik ein zu großer Eingriff in die Privatsphäre ist, und, ob dies zumutbar ist."

Sophie Reif fand es gut, dass sowohl die negativen als auch die positiven Aspekte, die Technik mit sich bringt, klar dargestellt wurden. „Besonders interessant waren die vielen Möglichkeiten, die man hat, um sein Leben im Alter durch Technik komfortabler und sicherer zu machen. Und die Fragestellung, welche ethischen Probleme auf die Menschen zukommen", sagt die Schülerin. Im Laufe der Vorträge habe sie immer mehr Verständnis für die Ablehnung von Technik beziehungsweise von zu viel Technik entwickelt. Trotz diesem neu entwickeltem Verständnis war Sophie davon beeindruckt, wie viele „Lebensanforderungen" von älteren Menschen durch Technik gelöst werden können, wenn man sie akzeptiert und in Anspruch nimmt. Auch die Schlussdiskussion fand sie spannend, „da man hier den Konflikt zwischen Vertretern der Technik und Vertretern der Senioren eindeutig erkennen konnte. Es hat mich überrascht, dass die Teilnehmerin vom Seniorenbeirat nur wenig Interesse an Technik bekundet hat, während die junge Generation sich doch sehr für Technik interessiert."


 

 

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