Der Eier bunte Kleider

Ein Beitrag von Heitmann-Eierfarben

alternovum 1/2018

Unterhaching, 18.3.2018.


Der Eier bunte Kleider

Ein Ei gleicht dem anderen? Nicht zu Ostern! Zum Frühlingsfest werfen sich die Eier so richtig in Schale und leuchten in den schönsten Farbtönen von kräftig bis pastell.  

Eier bunt färben, bemalen und dekorieren ist ein uralter Brauch. Schon Ende des 19. Jahrhunderts gab es Eierfarben, die bald so populär waren wie der Osterhase selbst. Angeboten wurden sie von den Firmen Brauns, gegründet 1874, und Heitmann, gegründet 1884, die lange Zeit konkurrierende Unternehmen waren. 1969 schloss man sich unter dem Firmennamen Brauns-Heitmann zusammen und vereinte unter dem gemeinsamen Dach verschiedene Traditionsmarken, so auch die Marke HEITMANN Eierfarben.  

In der guten alten Zeit gab es als erstes Eierfarben-Pulver, dann kamen Färbe-Tabletten und –Blättchen hinzu. Diese Ur-Produkte eigneten sich lediglich zur Heißfärbung: Die Färbemittel wurde in heißem Wasser aufgelöst und die Eier darin gekocht. Später kamen flüssige Kaltfarben, gelartige Färbe-Stäbchen, Malpaletten und Malstifte hinzu. Im Fotoalbum des Osterhasen gibt es etliche historische Belege, wie die Eierfarben-Packungen anno dazumal aussahen – schon damals sehr liebevoll gestaltet, mit zauberhaften Bildern und geschwungenen Schriften.

Da Generationen von Oster-Fans – Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, die klassischen Färbemittel noch aus ihren eigenen Kindertagen kennen, werden einige Eierfarben in historischen Designs, sanft modernisiert, angeboten. Außer den Bildmotiven mit Nostalgie-Flair wird teilweise zusätzlich zum heutigen Markennamen HEITMANN Eierfarben auch noch der alte Name verwendet, wie bei den Klassikern „Iris-Eierfarben“ (Heißfärbe-Tabletten) und „Colonia-Eierfarbe“ (Heißfärbe-Blättchen).

Bei den reinen Eierfarben blieb es jedoch nicht. Das Sortiment wurde ständig ergänzt und verfeinert. Über die Jahre kamen neue Techniken wie Marmorieren oder Ätzen (mit Milchsäure), Schütteln, Tupfen oder Stempeln hinzu, die aus den Ostereiern wahre Kunstwerke machen – bis hin zu luxuriösen Eyecatchern mit Silberschimmer und Goldglanz. Alles, was man dafür braucht, enthalten die jeweiligen Packungen: Eierfarben, Arbeitsmaterial oder auch Bastelzubehör wie Sticker, Banderolen oder Stanzbögen für Eierbecher und Figuren. Auf Anwendungsfreundlichkeit wird viel Wert gelegt. Eine Auswahl der kreativen Ideen von heute: Glanz-Marmorierung, Ei da Vinci, Shake it, Brillant-Ei, freche Eierköpfe, Ei love you, Kunterbunt, Goldrausch, Glitzer-Ei ... 

Was enthalten eigentlich Eierfarben? Ganz gleich, in welcher Form – flüssig, als Pulver, als Tablette oder Malstift: Eierfarben werden vom Gesetzgeber mit den gleichen Auflagen belegt wie Lebensmittel, dürfen deshalb nur Bestandteile enthalten, die auch in Lebensmitteln zugelassen sind. Zudem unterliegen Eierfarben strengsten gesetzlichen Kontrollen. Wenn beim Färben also etwas Farbe durch die Eischale ins Innere dringt, ist das unbedenklich. Man kann das gefärbte Eiweiß getrost mitessen. Ein bunter Spaß, der das Osterfest erst so richtig rund macht. 

Marina Keller (Heitmann)


> Zum Fotoalbum des Osterhasen

 

 

Historische Packung: So fing das an mit den Eierfarben
Eierfarben-Vielfalt im 21. Jahrhundert – Fotos: HEITMANN

 

 

Eine Registrierung ist zur Kommentarabgabe nicht erforderlich. Und so geht's: Geben Sie zunächst Ihren Text ein, klicken dann auf den Pfeil. Im ersten erscheinenden Feld Ihren Namen eintragen, im zweiten Ihre E-Mail-Adresse. Nun noch per Klick "Ich schreibe lieber als Gast" aktivieren. Mit erneutem Klick auf den Pfeil abschicken. Fertig. Ihre E-Mail-Adresse wird auf der Website nicht sichtbar sein.

unsere Leserkommentare werden geladen...

alternovum. Das KWA Journal bequem nach Hause

Wer bisher das KWA Journal abonniert hatte, erhält künftig "alternovum. Das KWA Journal". Wenn Sie alternovum neu abonnieren möchten, können Sie dies gerne über unser Bestellformular tun. "alternovum. Das KWA Journal" erscheint dreimal im Jahr. Wir versenden es kostenlos an Interessierte.