Hier sind alle so langsam wie ich

Neue Chance im neuen Zuhause

alternovum 2/2014

München, 24.07.2014.

Begleitung und Pflege:
Neue Chance in neuem Zuhause

KWA Mitarbeiterin Ursula Sohmen hat mit Angehörigen von Bewohnern des KWA Luise-Kiesselbach-Hauses in München über ihre Erfahrungen mit dem Umzug ins Pflegestift gesprochen. In der gedruckten Ausgabe von alternovum 2/2014 sowie im E-Book finden Sie auf Seite 22 ein Gespräch mit Christiana Lüers. Auf dieser Online-Seite finden Sie zwei weitere Berichte zu Gesprächen mit Angehörigen.


Nachtruhe als Kraftquelle

Umzug ins Pflegestift: Bericht zum Gespräch mit Veronika Höfer, der Ehefrau eines Bewohners des KWA Luise-Kiesselbach-Hauses in München.

Zuerst war die Motorik eingeschränkt. Die Gangunsicherheit nahm zu. Der Rollator war lange Zeit keine Option. Männereitelkeit. Die Ehefrau übernahm die Pflege ihres Mannes  und organisierte über Jahre die sich verändernden Lebensumstände. Doch die Nächte wurden zur Belastung, denn häufige Toilettengänge mussten begleitet werden.

Ein Rollator war lange Zeit keine Option.

Veronika Höfer

Das Nicht-mehr-ausschlafen-Können war sehr anstrengend für die Ehefrau. Der Ehemann war im Laufe vieler Jahre immer mehr auf die sich

stets sorgende Ehefrau fixiert. Selbst Zeit für Einkäufe musste sie sich erkämpfen. Das bedeutete 24 Stunden Einzelbetreuung ohne Freizeit und Urlaubsanspruch. Doch der Einzug in eine Pflegeeinrichtung wurde erst nach einem längeren  Krankenhausaufenthalt realisiert. Wieder regelte die Ehefrau alles.

Nach negativen Erfahrungen in einer anderen Einrichtung erfolgte der Umzug ins Luise-Kiesselbach-Haus. Aufatmen, sagt die Ehefrau, kann sie erst, seit sie im Luise-Kiesselbach-Haus angekommen sind. „Es gefällt ihm sehr gut. Er fühlt sich wohl und er schätzt den freundlichen Umgang im Haus.“

Für die Ehefrau ist die Nachtruhe nun wieder ungestört und eine dringend benötigte Kraftquelle. Denn sie kommt jeden Tag ins Luise-Kiesselbach-Haus, um auch weiterhin für ihren Mann da zu sein. Sie muss dies nicht mehr tun, doch der Mann wartet auf sie und sie bringt es nicht übers Herz ihn zu enttäuschen. „Einen ganzen Tag nur für mich alleine wäre sehr schön, ohne Verpflichtungen und ohne etwas tun zu müssen.“ Sie will es irgendwann versuchen.

Ursula Sohmen

Veronika Höfer zu Besuch bei ihrem Mann im KWA Luise-Kiesselbach-Haus in München. – Foto: Ursula Sohmen.
Veronika Höfer zu Besuch bei ihrem Mann im KWA Luise-Kiesselbach-Haus in München. – Foto: Ursula Sohmen.

Wunsch nach neuen Kontakten

Ingrid Peters zu Besuch bei ihrer Mutter im KWA Luise-Kiesselbach-Haus in München. – Foto: Ursula Sohmen.
Ingrid Peters zu Besuch bei ihrer Mutter im KWA Luise-Kiesselbach-Haus in München. – Foto: Ursula Sohmen.

Zu Hause war Mutter zuletzt doch sehr einsam gewesen.

Ingrid Peters


Umzug ins Pflegestift: Bericht zum Gespräch mit Ingrid Peters, der Tochter einer Bewohnerin des KWA Luise-Kiesselbach-Hauses in München.

Die Mutter war immer sehr selbständig und lebte bis ins hohe Alter im eigenen Haus in ihrer Heimatstadt. Dass dies einmal nicht mehr möglich sein sollte, konnte sie sich nicht vorstellen. Doch plötzlich veränderte sich alles. Nach einem Schlaganfall war die häusliche Situation alleine nicht mehr zu bewältigen. Die Nachbarn waren nett, aber keine Dauerlösung. Die ständige Präsenz einer fremden Pflegeperson im eigenen Haushalt war für die Mutter nicht vorstellbar.  Der Familienrat wurde einberufen und der Umzug in eine Pflegeeinrichtung nach München, in die Nähe der Tochter, erschien allen als gute Lösung. 

Neben der erforderlichen pflegerischen Versorgung und Unterstützung war es für die Familie wichtig, die Mutter wieder mehr in Gesellschaft zu wissen. Zu Hause war sie zuletzt doch sehr einsam gewesen und der Wunsch, neue Kontakte zu knüpfen und trotz gesundheitlicher Einschränkungen wieder an Veranstaltungen teilnehmen zu können, war für sie ein wichtiges Kriterium. 

Peters sagt: „Das Einleben im Luise-Kiesselbach-Haus war für uns alle unkompliziert und die Mutter hat hier das Umfeld gefunden, das ihr zusagt. Der Umgang im Haus ist sehr freundlich und respektvoll. Gibt es etwas zu besprechen, ist dies immer möglich. Auch der Kontakt zur Hausleitung ist jederzeit gegeben.
Es ist für uns alle eine Bereicherung und die Mama

fühlt sich rundum wohl. Die Familie kommt fast täglich vorbei, manchmal nur auf ein kurzes Hallo. Die Mutter ist weiterhin sehr eng in das Familiengeschehen mit eingebunden und die gemeinsam verbrachte Zeit wird sehr positiv und von allen als Bereicherung empfunden. Und wenn Tochter Ursula aus Amerika die Mutter besuchen kommt, wohnt sie in einem der Gästezimmer im Luise-Kiesselbach-Haus: So kann der Tag bereits mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen. “Der Einzug in eine Pflegeeinrichtung war die beste Entscheidung. Man hat ein entspanntes Verhältnis zueinander und man kann sich auf Dauer richtig gern haben.”

Ursula Sohmen


Das KWA Luise-Kiesselbach-Haus ist ein Pflegestift in München-Riem. Ausführliche Informationen zum Wohnen und Leben sowie zu Begleitung und Pflege finden Sie online auf der KWA Website unter dem Standort.

 

 

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