Mitarbeitergewinnung im KWA Parkstift St. Ulrich

Ein Beitrag von Simon Beck.

alternovum 2/2019

Bad Krozingen, 4.9.2019


Ja, der Fachkräftemangel macht es zunehmend schwerer, freie Stellen zu besetzen. Die Nähe von Bad Krozingen zu Frankreich und vor allem zur Schweiz, die mit höheren Gehältern lockt, macht die Situation für das KWA Parkstift St. Ulrich nicht unbedingt einfacher. Hinzu kommt die Nähe zur Stadt Freiburg, die mit einer Vielzahl an Pflegeeinrichtungen mit unserem Stift konkurriert. Zudem ist das Universitätsklinikum Freiburg ein „Big Player“ im Sozial- und Gesundheitswesen, der mit großen Marketingkampagnen die Aufmerksamkeit sucht. 

Doch wir haben Ideen. Ein Weg, den wir im Parkstift gehen, um Mitarbeiter zu gewinnen, ist das Auftreten in der Öffentlichkeit. So präsentieren Mitarbeiter, ausgerüstet mit KWA-Laufshirts, das Unternehmen auf dem B2Run in Freiburg, einem Firmenlauf über fünf Kilometer. Eine andere Möglichkeit der Präsentation stellen Jobbörsen und Ausbildungsmessen dar. Hier versuchen wir, die positiven Aspekte, die die Arbeit im KWA Parkstift St. Ulrich mit sich bringt, herauszuarbeiten.

Die Frage, die wir uns immer wieder stellen, ist: Was macht das Parkstift interessanter oder sogar besser als andere Einrichtungen? Ein Pluspunkt ist sicherlich das KWA-Konzept mit ambulanter und stationärer Pflege und Betreuung unter einem Dach, welches potentielle neue Mitarbeiter immer wieder positiv überrascht. Zusatzleistungen und –angebote wie Vergünstigen bei Versicherungen und im Fitnesscenter, Vermögenswirksame Leistungen und anderes mehr erhöhen die Attraktivität zusätzlich. Zudem ist die überschaubare Größe unseres Hauses positiv zu bewerten: Alle kennen und schätzen einander. 

Allerdings gilt es die verschiedensten Interessen zu berücksichtigen. Das Spektrum möglicher neuer Mitarbeiter umfasst mehrere Generationen, deren Wünsche und Bedürfnisse kaum unterschiedlicher sein könnten. Vor allem das Umdenken der jungen Generation mit dem Streben nach sinnstiftender Arbeit kann dazu beitragen, dass wir sie für soziale Berufe begeistern können. Wir versuchen es nach besten Kräften, indem wir das Erfüllende an der Arbeit im Stift vermitteln, mit Wort und Bild.

Die Kunst besteht jedoch darin, nicht nur junge Menschen für die Ausbildung zu gewinnen, sondern zusätzlich mögliche Quereinsteiger anzusprechen. Wir zeigen deshalb, wie vielfältig zum einen die Arbeit und zum anderen der Mensch ist, der im KWA Parkstift arbeitet. Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Service und Küche sind mehr als „nur“ Arbeitsplätze. Der Fokus soll nicht auf der Arbeit liegen, sondern darauf, dass im KWA Parkstift St. Ulrich Menschen arbeiten, die so vielfältig wie die Aufgaben sind, die die jeweiligen Berufe mit sich bringen. 

Der Messestand macht die Individualität jedes Mitarbeiters, als auch die Bedeutung jedes Einzelnen für das Unternehmen und die Bewohner deutlich. Betreut werden die Messestände von Mitarbeitern aus den Berufsgruppen, die auf den jeweiligen Messen angesprochen werden sollen. So versuchen wir, bei Ausbildungsmessen auch Auszubildende mit ins Boot zu holen, damit ein Gespräch auf Augenhöhe sichergestellt ist, ein authentisches Bild entsteht und es potentiellen Auszubildenden leichter fällt, sich mit dem Parkstift zu identifizieren. Für jede Messe suchen wir neue kreative Lösungen, damit wir uns – hoffentlich – von anderen Ausstellern abheben und einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern hinterlassen. Das kann auch mal ein „Selfie“ aus einem Fotoautomaten sein, das im Hintergrund das KWA-Logo zeigt.

Um auch in Zukunft auf dem stark umkämpften Markt zu bestehen, setzt das KWA Parkstift St. Ulrich jedoch vor allem auf die eigenen Mitarbeiter und Bewohner. Denn zufriedene Bewohner und Mitarbeiter sind die beste Werbung, um neue Menschen mit neuen Ideen zu gewinnen.

Mitarbeiter des KWA Parkstifts St. Ulrich bei einer Jobmesse - Foto: Selfmade per Fotobox
Mitarbeiter des KWA Parkstifts St. Ulrich bei einer Jobmesse. Von links: Jadwiga Staviarska (Auszubildende Pflege), Anja Schilling (Stiftsdirektorin), Simon Beck (KWA Qualitätsbeauftragter), Sarah Wark (Sozialberatung) - Foto: Selfmade per Fotobox

 

 

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