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alternovum Ausgabe 1/2020

Immer in Bewegung

Mit Training, Tanz und Yoga. - Ein Beitrag von Jörg Peter Urbach.

Berlin, 01. März 2020

Eine ausgewogene Ernährung, geistiges Training und regelmäßige Bewegung sind wichtige Bausteine für ein langes Leben. Untermauert wird diese Alltagsweisheit mittlerweile auch von zahlreichen wissenschaftlichen Studien. Immer mehr Menschen – junge wie alte – werden sich dessen bewusst. Führende Präventivmediziner wie der Münchner Kardiologe Prof. Dr. Martin Halle empfehlen "ein regelmäßiges, gezieltes Training der Muskulatur", die insbesondere zum "Erhalt von Mobilität und Selbstständigkeit" führten. Sein Motto dabei: Sport kennt kein Alter.

Diesem Grundgedanken folgend, bietet das KWA Stift im Hohenzollernpark ein vielfältiges und abwechslungsreiches Sportangebot, aus dem die Bewohner sich ihr individuelles Programm zusammenstellen können. Kundenbetreuerin Nadin Collowino freut sich über die positive und vor allem stetig wachsende Resonanz in der Bewohnerschaft zum Thema Sport. "Unsere wöchentliche Sitzgymnastik war derart gut besucht, dass wir nun einen zweiten Kurs anbieten können." Hier schulen die Teilnehmer vor allem Gleichgewicht und Koordination und kräftigen ihre Muskulatur – alles wichtige Komponenten für eine ausgewogene Sturzprophylaxe. Diese wird im Haus zweimal im Monat als eigener Kurs bei Jacqueline Gauvrit angeboten. Hierbei trainieren die Bewohner vor allem die Grundpfeiler für sicheres Gehen: Koordination, Kraft und Gleichgewicht. Aber auch Übungen mit den Augen, Alltagsbewegungen und Beweglichkeit der Gelenke werden in das Programm integriert.

Die Tanz- und Bewegungspädagogin Gauvrit bereichert das Sportangebot im Stift am Hohenzollernpark seit 2019 um eine neue Komponente: Bewegung und Tanz. Kursleiterin Gauvrit ist ausgebildete Seniorensporttrainerin, die ganz auf die individuellen Möglichkeiten und Interessen ihrer Tänzer eingeht. Den Kontakt stellte das tanzbegeisterte Ehepaar Marion und Hansjürgen Huth her, das auch selbst am Kurs teilnimmt. Wie sieht eine typische Stunde aus? "Auf das tänzerische ‚Ankommen‘ in Körper, Gruppe und Raum folgt eine dynamische Aufwärmphase mit Körperwahrnehmungs-, Rhythmus- und Koordinationsübungen. Danach dehnen wir ganz ruhig, bevor wir eine kleine Choreographie erarbeiten. In der Cool-down-Phase entspannen wir die beanspruchten Muskelpartien", erläutert Gauvrit.

Neben dem positiven Effekt sportlicher Übungen auf den Körper motiviert auch die soziale Interaktion zur Teilnahme. Gerade in den von Bewohnern organisierten Kegelgruppen, bei denen wechselnde Spielarten im Vordergrund stehen, aber auch beim Minigolf während der Sommermonate, tauschen sich die Bewohner intensiv untereinander aus. 

Im hauseigenen Schwimmbad bietet die Physiotherapie Lembke Aquagymnastik in der Gruppe an. Die Physiotherapeuten arbeiten mit den Teilnehmern unter Einsatz von Bällen, Schwimmbrettern oder Schwimmnudeln an der Koordination und an der Muskelkräftigung. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, erklingen fröhliche Beats. 

Die Bewohner, die es eher ruhiger angehen lassen möchten haben alternative Möglichkeiten. Sie können die hauseigene Dampf- und Trockensauna nutzen oder beim wöchentlichen Sitz-Yoga lernen, altersgerechte Bewegungsabläufe mit ihrer Atmung zu kombinieren – und so zumindest eine sanfte Fitness treiben. Immer getreu dem Motto: Sport kennt kein Alter.

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