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MdL Markus Blume bei einem Grußwort im Sommer 2016 im KWA Georg-Brauchle-Haus in München, anlässlich des Jubiläums 50 Jahre KWA. – Foto: KWA / Sieglinde Hankele.
alternovum Ausgabe 2/2020

Die Corona-Pandemie – ein Stresstest für alle

Eine Einordnung von MdL Markus Blume.

München, 16. Juli 2020

Der Kampf gegen Corona stellt nicht nur Bayern, Deutschland und Europa vor eine bis dato nicht gekannte Herausforderung, sondern die ganze Welt. Seit Monaten sind wir gezwungen, mit der Krise zu leben. Aufgabe der Politik ist es, diesen Ausnahmezustand zu meistern. Es ist ein Charaktertest für den Zusammenhalt in unserem Land und ein Stresstest für die Politik.

Was es braucht, ist klar: Macher und Entscheider – führungsstarke Persönlichkeiten, die uns zielsicher durch die Corona-Krise lotsen. Lassen Sie mich eines gleich vorweg sagen: Ich finde, wir können stolz darauf sein, wie wir unser Land bisher durch diese Krise geführt haben! Das gilt für die Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Markus Söder, im Großen ebenso wie in der Welt von KWA, von den Vorständen bis hin zu allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – ein herzliches Vergelt’s Gott!

Wir alle wissen, bei der Bewältigung der jetzigen Situation betreten wir Neuland. Seit dem Zweiten Weltkrieg kennen wir keine vergleichbare Ausnahmesituation, die jedem von uns alles abverlangt. Seit drei Generationen leben wir in Frieden und Wohlstand, was die heutige Großelterngeneration wesentlich miterarbeitet hat. Umso schmerzlicher sind nun die plötzlichen Einschnitte. Von heute auf morgen hat sich vieles grundlegend verändert.

Wenn wir auf unsere Nachbarn in Europa schauen, dann können wir sagen: Wir haben es gut gemeistert, die Menschen in unserem Land bestmöglich zu schützen. Neben dem entschlossenen politischen Handeln und einem hervorragenden Gesundheitssystem hat vor allem die Akzeptanz der Bevölkerung für die Maßnahmen dazu beigetragen, dass wir vor dramatischen Entwicklungen wie etwa in Großbritannien oder den USA verschont geblieben sind. 

Unsere Corona-Strategie war von Beginn an von zwei zentralen Leitplanken geprägt: Vorsicht und Umsicht. Das heißt, eine Politik nach Maß und Mitte. Es ist uns gelungen, das Pandemiegeschehen gut einzudämmen. Und nur, weil uns das gelungen ist, konnten wir das Land auch schrittweise und zur rechten Zeit wieder hochfahren. 

Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Corona ist nicht aus der Welt. Keinesfalls dürfen wir uns der Illusion hingeben, dass das Virus schon besiegt ist. Es wäre unverantwortlich, wenn wir durch Leichtsinn das Erreichte einfach aufs Spiel setzen würden. Vor allem wäre es unverantwortlich gegenüber den Risikogruppen in unserer Gesellschaft. Es ist eine Form der Generationenverantwortung, dass wir jetzt besonders auf die Älteren schauen, die z. B. in Senioreneinrichtungen leben. Corona darf sie nicht erreichen! 

Wichtig ist, dass wir trotz Corona die Balance halten. Unser Gesundheitssystem muss handlungsfähig bleiben und gleichzeitig dürfen wir unsere Wirtschaft nicht vergessen. Die Vielzahl der Betroffenen, die durch die Corona-Pandemie in Nöte geraten sind, unterstützen wir mit Milliardenhilfen. Davon abgesehen ist beeindruckend zu erleben, was die Helden des Alltags – die, die den „Laden“ jeden Tag am Laufen halten – während der Krise geleistet haben. Ihnen gilt unser besonderer Dank!  

Was wir aus der Krise lernen, erleben wir jeden Tag aufs Neue: Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist unverzichtbar. Allein ist man in der Krise schwach, gemeinsam sind wir aber stark. 

MdL Markus Blume

Der Verfasser dieses Beitrags, der Politikwissenschaftler Markus Blume, ist Abgeordneter im Bayerischen Landtag mit Direktmandat für den Stimmkreis München-Ramersdorf und seit dem 14. März 2018 Generalsekretär der CSU.

Der 45-Jährige ist KWA seit seiner Kindheit verbunden: Er wuchs in der Nachbarschaft des Georg-Brauchle-Hauses auf, war schon als Kindergartenkind bei Feierlichkeiten im Stift zu Gast. Mit 33 erzielte Markus Blume im Stimmkreis München-Ramersdorf erstmals ein Direktmandat für den Landtag, hat seitdem als Abgeordneter stets ein offenes Ohr für besondere Anliegen der Bewohner und der Stiftsleitung. Seit dem 17. Juni 2016 ist Markus Blume Mitglied des KWA Aufsichtsrats. Dieses Ehrenamt füllt er bis heute aus. 

Unsere Corona-Strategie war von Beginn an von zwei zentralen Leitplanken geprägt: Vorsicht und Umsicht.

Markus Blume

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