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alternovum Ausgabe 1/2022

Fünf Fragen an den KWA-Vorstand zur Pandemie

KWA EXKLUSIV-INTERVIEW mit Horst Schmieder – von Sieglinde Hankele.

Unterhaching, 31. März 2022

Herr Schmieder, was war für Sie als KWA-Vorstand während der Corona-Pandemie besonders herausfordernd?

Insbesondere die erste Phase der Pandemie, als noch keiner sagen konnte, wie schwer die Erkrankungen ausfallen und wie rasch sich das Virus verbreiten würde. Schließlich verlangen Pflege, Betreuung und Dienstleistungen täglich viele persönliche Kontakte. Relativ rasch war zu erkennen, dass nicht nur das Leben älterer Menschen auf dem Spiel stand, sondern dass auch jüngere Menschen schwer erkranken konnten. Somit galt es, Bewohner und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen und gleichzeitig den Betrieb unserer Einrichtungen sicherzustellen.

Was haben Sie unternommen, um Bewohner und Mitarbeiter zu schützen?

Das, was alle getan haben, die sich ihrer Verantwortung bewusst waren: Während der ganzen Pandemie habe ich mich über neue Erkenntnisse und Bestimmungen auf dem Laufenden gehalten, um adäquat agieren und steuern zu können. In einer Corona-Task-Force haben wir in der Firmenzentrale verschiedene Expertise versammelt, über notwendige Maßnahmen diskutiert und entschieden. Der kontinuierliche Austausch mit unseren Einrichtungsleitern war dabei überaus wertvoll. Sie haben ja auch Sorge getragen, dass vor Ort alles Notwendige umgesetzt wurde.

KWA hat Standorte in verschiedenen Bundesländern. Wie sind Sie damit umgegangen?

Anfangs haben wir als Unternehmen in Bezug auf Besuchsbeschränkungen einheitliche Vorgaben gemacht. Doch die Anordnungen von Behörden unterschieden sich nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern sogar von Ort zu Ort, änderten sich mit regional steigenden oder fallenden Inzidenzen. So blieb uns gar nichts anderes übrig, als standortbezogen zu handeln. Und das erwies sich auch als sinnvoll, da die Orte, an denen KWA präsent ist, unterschiedlich stark von Corona betroffen waren.

Coronabedingte Restriktionen, Lockdowns sowie Corona-Schutzimpfungen brachten Gegner auf den Plan. War das auch bei KWA so?

Durchaus. Wir bilden mit unseren Bewohnern und Mitarbeitern ja weite Teile der Gesellschaft ab. Und so gab es natürlich verschiedene Standpunkte und Sichtweisen. Doch mit Blick auf das große Ganze und unsere Schutzpflichten war und ist es mir wichtig, stringent und konsequent zu handeln. Das Zusammenleben und das Zusammenarbeiten in unseren Einrichtungen erfordern insbesondere in Krisenzeiten gegenseitige Rücksichtnahme und das Einhalten von Regeln, die alle schützen. Daher haben wir uns auch frühzeitig um Corona-Schutzimpfungen in unseren Einrichtungen bemüht und durch die Unterstützung der Behörden und Verantwortlichen vor Ort auch zügig bekommen.

Was stimmt Sie nach zwei Pandemiejahren zuversichtlich?

Dass man durch Impfungen schweren Krankheitsverläufen vorbeugen kann und nun auch Medikamente verfügbar sind. Zuversichtlich stimmt mich auch, dass uns die meisten Mitarbeiter und so gut wie alle Bewohner die Treue gehalten haben. Jetzt können Mitarbeiter und Bewohner sich wieder mehr dem ‚normalen‘ Leben zuwenden und Pläne schmieden. Auch wir in der Firmenzentrale befassen uns seit geraumer Zeit wieder verstärkt mit zukunftsgerichteten Projekten.

Es war und ist mir wichtig, stringent und konsequent zu handeln.

Horst Schmieder

VITA

Ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart mit den Schwerpunkten Rechnungswesen/Controlling und Energietechnik führte Horst Schmieder zunächst zu Messerschmitt-Bölkow-Blohm, schließlich übernahm er bei einer Tochterfirma die Kaufmännische Leitung. 1995 wechselte er zu KWA, wurde mit der Reorganisation der betrieblichen Strukturen betraut. Seit dem Jahr 2000 ist Schmieder KWA Vorstand. 

Dass man durch Impfungen schweren Krankheitsverläufen vorbeugen kann und nun auch Medikamente verfügbar sind, stimmt mich zuversichtlich.

Horst Schmieder

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