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alternovum Ausgabe 3/2021

Lieblingsmärchen

Von KWA Stiftsbewohnerinnen und -bewohnern.

KWA deutschlandweit, 02. Dezember 2021

Hänsel und Gretel
Ein Märchen der Brüder Grimm

Mit fünf Jahren bekam ich von meiner Mutter zwei Käthe-Kruse-Puppen geschenkt. Sie hat ihnen die Namen Hänsel und Gretel gegeben. So wurde dieses Märchen der Brüder Grimm mein Lieblingsmärchen.

Die Geschichte bedeutet aus meiner Sicht: Im Leben gibt es zwar Verzweiflung und Schlechtes, für manche Menschen auch ein hartes Schicksal, aber am Ende wird alles gut. Das Böse wird bestraft – bei Hänsel und Gretel die Hexe.
 

Der Wolf und die 7 Geißlein
Ein Märchen der Brüder Grimm

Mir gefiel dieses Märchen so gut, weil das kleine Geißlein so clever war und sich im Uhrenkasten versteckt hat. – Deshalb wurde es vom Wolf nicht gefunden. So konnte das kleine Geißlein seiner Mutter berichten, was passiert war, woraufhin diese dann die Geschwister aus dem Bauch des Wolfs gerettet hat.
 

Rapunzel
Ein Märchen der Brüder Grimm

Mein Lieblingsmärchen war Rapunzel. Mir gefiel der Name als etwas Besonderes. Und mir imponierten die langen Haare. Außerdem freute ich mich darüber, dass Rapunzels Liebster die Zauberin überlistete und ihr den Zauberspruch entlockte. So konnte er sich einen Zugang zu Rapunzel verschaffen. – Alle Grimm’schen Märchen haben ein gutes Ende!

Die Teekanne
Von Hans Christian Andersen

Als Mutter und Großmutter habe ich Märchen gerne meinen Kindern und meiner Enkeltochter vorgelesen. Eher die traditionellen und bekannten. Daher erweckt die Veranstaltung „Märchen und Geschichten so schön wie aus tausendundeiner Nacht“ in mir Erinnerungen an viele schöne Stunden meines Lebens. 
Aber wie viele herrliche Märchen sind nicht so bekannt! Das habe ich erst in den vergangenen Jahren in der Urbana erfahren. Nicht nur Märchen und Geschichten aus aller Welt, auch viele Märchen aus der Grimmschen Sammlung, von Hans Christian Andersen, Wilhelm Hauff, Ludwig Bechstein und vielen mehr sind wunderschön. Wenn sie vorgetragen werden, fühle ich mich entführt in fremde Länder, Kulturen und auch Gefühlslagen der jeweiligen Protagonisten.  
So habe ich auch mein heutiges Lieblingsmärchen kennengelernt: „Die Teekanne“ von Hans Christian Andersen. Dort finde ich Parallelen zu mir. Mein schönes Leben veränderte sich mit zunehmenden Alter, es bekam Sprünge und Risse. Doch so wie bei Andersens Teekanne erging es mir. “Man ist das eine und wird etwas ganz anderes.“ Und meine Erinnerungen kann mir niemand mehr nehmen. Das Alter hat mir mit den Veränderungen auch Gutes und Erfüllung gebracht. 
 

Die Bremer Stadtmusikanten
aus: Brüder Grimm – Kinder- und Hausmärchen

Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn werden aus Altersgründen nicht mehr gebraucht und machen sich auf den Weg, in Bremen auf Vorschlag des Esels eine neue Existenz aufzubauen. Unterwegs treffen sie nachts auf ein Räuberhaus und schaffen es, gemeinsam die Räuber zu vertreiben und eine neue Bleibe zu finden.

Aus diesem Märchen lässt sich auch für Erwachsene etwas ableiten: Wenn verschiedene Menschen anteilnehmend aufeinander zugehen und sich zusammentun, können sie mit Solidarität und Aktivitäten, bei denen jeder seine spezifischen Fähigkeiten einbringt, gemeinsam ihre Schwierigkeiten bewältigen und dadurch wieder hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. 

Max und Moritz 
Eine Bubengeschichte in sieben Streichen
von Wilhelm Busch

Max und Moritz haben mir gefallen, weil die beiden nur Streiche machen und man darüber immer wieder lachen konnte. – Wer erinnert sich nicht gerne an Witwe Bolte und ihre Federtiere, an Schneider Böck und den angesägten Steg, an Lehrer Lämpel und das Schwarzpulver in seiner Pfeife, an die Maikäfer im Bett von Onkel Fritz – und an das Ende von Max und Moritz im Brotteig, die schließlich vom Müller gemahlen und von Enten gefressen werden. 

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