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alternovum Ausgabe 1/2020

sicher mobil

... dank DVR-Seminar mit Tuisko Kampffmeyer. - Ein Beitrag von Sieglinde Hankele.

Konstanz, 10. März 2020

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) wurde 1969 gegründet: mit dem Ziel, Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu fördern. Mehr als 200 Organisationen sind Mitglied im Verein, darunter Ministerien, Automobilclubs und Automobilhersteller. Die Zielgruppe 65+ adressiert der DVR aktuell mit dem Programm "sicher mobil". Durch entsprechend ausgerichtete Seminare werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die dabei helfen, möglichst lange und sicher mobil zu bleiben. 

Dieses Anliegen unterstützt Tuisko Kampffmeyer. Er lebt seit Oktober 2018 zusammen mit seiner Frau Heide in der von KWA betreuten Wohnanlage "Seniorenwohnen am Bodensee". Geboren ist der 67-Jährige in Augsburg. Durch ein Elektrotechnik-Studium mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft und Kraftwerkstechnik stellte er Weichen für den Beruf. Lange hat er beim TÜV gearbeitet. Luftreinhaltung und Gewässerschutz waren seine Spezialgebiete. Die Umwelt hatte er aber auch privat im Blick: Das Holzblockhaus in der Nähe von Neckargmünd, in dem das Paar mit den drei Söhnen dreißig Jahre lebte, war nachhaltig gebaut. Sie hatten früh eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, fuhren auch eines der ersten E-Autos. Und damals ging es auch schon los mit dem Engagement: In einer Solargemeinschaft brachte er sich ehrenamtlich als technischer Geschäftsführer ein. Seine Frau engagierte sich beim Projekt "Kind und Verkehr". Beide haben die BUND-Ortsgruppe mitgegründet und gemeinsam mit Gleichgesinnten Vogelgehölze gepflanzt, Nistkästen betreut und anderes mehr. 

Nun stehen die Zeichen wieder auf Engagement. "Ich bin noch sehr fit. Da möchte ich der Gesellschaft noch etwas Gutes tun", sagt Tuisko Kampffmeyer. Er ließ sich vom DVR schulen. Sein erster Einsatz galt dem KWA Parkstift Rosenau. Eine weitere Seminarreihe läuft seit Februar in der Einrichtung, in der seine Schwiegermutter lebt: im KWA Kurstift Bad Dürrheim. In sechs Modulen, die jeweils auf 90 Minuten ausgelegt sind, bearbeitet der Seminarleiter gemeinsam mit den Teilnehmern unterschiedliche Perspektiven. "Tatsächlich nehmen ja viele Senioren in verschiedenen Rollen am Straßenverkehr teil", betont Kampffmeyer, "mal als Fußgänger, mal als Radfahrer, mal als ÖPNV-Teilnehmer, dann wieder als Autofahrer, unter verschiedenen Bedingungen. Genau das greifen wir auf." 

Gearbeitet wird mit Flipchart, Moderatorenkarten und Gesprächen. Die Teilnehmer werden angehalten, über eigene Erlebnisse zum jeweiligen Thema zu berichten, um gemeinsam das optimale Verhalten herauszuarbeiten. Auf diese Weise will er für Gefahren und deren Ursachen sensibilisieren. "Die beste Lösung ist natürlich, gefährlichen Situationen aus dem Weg zu gehen, soweit möglich", sagt der Verkehrssicherheitsexperte. Wer nicht berufstätig ist, könne glatte Straßen und Stoßzeiten meiden. Auch den Nutzen eines Fahrradhelms rückt der Seminarleiter ins Bewusstsein. Keiner muss am Ende des Seminars eine Prüfung ablegen, auch keine Tests durchlaufen. Es geht ausschließlich um Sensibilisierung und Überdenken eigenen Verhaltens. Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei. Das Programm wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur finanziert.
 

Die beste Lösung ist natürlich, gefährlichen Situationen aus dem Weg zu gehen, soweit möglich.

Tuisko Kampffmeyer, Bewohner im KWA Parkstift Rosenau

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